Sollten Sie einmal in die Lage kommen und müssen einen Notruf absetzen möchten wir Ihnen hier erklären wir so ein Notruf von Anfang an bearbeitet wird.

Unfallsituation:
Jeder eingehende Notruf geht natürlich einer Unfallsituation vor, dass heißt, egal ob akute Erkrankung, Unfall oder Brandeinsatz vor einem Notruf muss irgendwas passiert sein. Sie als Bürger könnten öfters als Sie meinen in solch eine Situation kommen in der Sie einen Notruf absetzen müssen. Egal ob auf dem Weg zu Arbeit oder in der Freizeit oder einfach im Urlaub.

Nehmen wir folgende Unfallsituation an. Sie fahren in einem grauen kalten November Morgen um 6:30 Uhr mitEinsatzzentr Ihrem Auto in die Arbeit. Nach ca. 17 Minuten Fahrt sehen Sie auf der Landstraße dass es hier zu einem Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen gekommen ist. Natürlich halten Sie an und machen sich zuerst ein Bild des ganzen Ausmaßes.
Sie sehen, dass es zu einem Frontalzusammenstoß gekommen ist und sich in beiden Fahrzeugen noch jeweils eine Person befindet, eine Person ist davon nicht ansprechbar. Jetzt beginnt der eigentliche Prozess des Notrufes.
Sie wählen mit Ihrem Handy die Notrufnummer 112 für den Feuer- und Rettungsdienst. Am anderen Ende hören Sie nun z.B.

Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, Guten Morgen wie kann ich Ihnen helfen?

Jetzt ist es wichtig diesem Disponenten (Disponent ist eine Person in einer Leitstelle der für die Alarmierung und der Planung von Einsatzmitteln innerhalb seines zuständigen Landkreises oder Einsatzregion zuständig ist). Entscheiden hierzu sind natürlich die 5 W-Fragen, aber keine Angst Sie müssen diese nicht wie in der Schule lernen der Disponent merkt ganz schnell wenn Sie nicht mehr weiterwissen und hilft Ihnen bei der Abfrage mit gezielten Fragen weiter.


Schildern Sie nun was passiert ist.

  • Was ist passiert
  • Wo ist es passiert?
  • Wer meldet?
  • Wie viele Verletzte?
  • Warten auf Rückfragen (meist werden Sie hier noch nach Ihrer Telefonnummer gefragt da es evtl. zu Rückfragen kommen könnte. Ihre Telefonnummer wird vertraulich behandelt und zu keiner Zeit an Dritte weitergegeben)!

Die Einsatz- und Alarmierungsentscheidung!

Nach dem Sie dem Disponenten alle wichtigen Details zur Unfallsituation mitgeteilt haben beginnt der entscheidende Grund für einen effektiven Einsatz. Anhand der Unfallstelle (Ort, Stadt, Landkreis, Straße, Hausnummer oder km Angabe) und der Einsatzsituation (Verkehrsunfall mit mehreren Verletzen und darunter eingeklemmte Personen) Ermittelt nun der Einsatzleitrechner (Einsatzleitrechner sind PC`s mit bereits vordefinierten erfassten Datensätzen aller Orte, Straßen, Arztpraxen, Krankenhäuser, Altenheimen, wichtige Objekte und dazu die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes) einen Einsatzvorschlag (ein Einsatz- oder Alarmierungsvorschlag wird anhand der oben genannten Informationen Ort, Straße, Landkreis, Unfallsituation) erstellt.

Umso genauer Sie die ganze Einsatzsituation beschreiben umso besser kann den Verunfallten geholfen werden. Bitte verheimlichen Sie niemals wichtige Details bei einem Notruf, schildern Sie dem Disponenten so gut wie möglich was Sie sehen und evtl. auch hören.

Um einen Einsatzvorschlag vom Einsatzleitrechner zu bekommen benötigt der Disponent ein Einsatzstichwort die bereits mit verschiedenen Daten der Einsatzeinheiten und Fahrzeugen für den jeweiligen Ort oder Stadt hinterlegt wurden. Ein Einsatzstichwort könnte z.B. VU Pklemmt (Verkehrsunfall Person eingeklemmt) oder B.Dach (Brand eines Dachstuhles) für den Feuerwehrdienst sein oder für den Rettungsdienst ktw1 (Krankentransport) oder Cardia4 (bewusstlose Person) heißen. Da die Alarmierung im Westerwaldkreises durch die Integrierte Leitstelle Montabaur geführt und geleitet wird bedarf es keiner zusätzlichen Nummer mehr wie die 112. Eine ILS (Integrierte Leitstelle) leitet und überwacht den kompletten Feuerwehr- und Rettungsdienst im Landkreis. Egal ob Sie einen Krankenwagen, einen Rettungswagen, einen Notarzt, das Technische Hilfswerk, eine Wasserwacht, oder Bergwacht oder eine Feuerwehr benötigen diese Einsatzeinheiten unterliegen alle der Integrierten Leitstelle. Diese Einheiten können auf bedarf direkt aus einem Raum alarmiert und effektiv eingesetzt werden.

Der Disponent kontrolliert noch einmal in wenigen Sekunden diesen Vorschlag und alarmiert komplett automatisch mit Hilfe des Einsatzleitrechners die vorgeschlagenen Einsatzkräfte. Vermutlich werden hier bei dieser Einsatzsituation mindestens 2 nahegelegene Feuerwehren mit Rettungssätze (Schere und Spreizer für die technische Rettung von eingeklemmten Personen) sowie 3 Rettungswagen und min. 2 Notärzte alarmiert. Landkreisbezogen kann natürlich hierzu noch ein OrgL. (Organisatorischer Leiter Rettungsdienst) als Einsatzleiter für den Rettungsdienst sowie ein LNA (Leitender Notarzt) und Feuerwehreinsatzleiter alarmiert werden.

Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt in der Regel über drei verbreitete Möglichkeiten. Einmal die stille Alarmierung über FME (Funkmeldeempfänger mit 5-Ton) oder DME (Digitalenmeldeempfänger über POCSAC) und zum anderen die Sirenenalarmierung.

Für Sie dauert es vermutlich ewig bis die Einsatzkräfte bei Ihnen ankommen aber in der Regel treffen die Feuerwehren nach dem Alarm innerhalb von 8 Minuten bei Ihnen an der Unfallstelle ein.

Ffw112

Wetterwarnung für Westerwaldkreis :
Es ist zur Zeit keine Warnung aktiv.
0 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 23/10/2017 - 11:39 Uhr

DHDFW

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