Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Mitglieder !

Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns (nicht nur aus Vereinssicht, wie ihr eben dem Bericht des 1. Vorsitzenden entnehmen konntet) auch bei den Aktiven und so möchte ich auch gleich mit dem Jahresbericht 2008 der Aktivenabteilung beginnen, jedoch vorab ganz kurz etwas zur Statistik. Zurzeit haben wir 17 Aktive (4 Kameradinnen und 13 Kameraden). Die Übungen absolvieren wir in der Regel jeweils am ersten Freitag im Monat. Zusätzlich finden bei Bedarf Wartungsabende statt. Im vergangenen Jahr hatten wir 2 Einsätze (beides jeweils Hilfeleistungseinsätze). Einer davon in der Kategorie H1 (d.h. Hilfeleistungseinsatz nicht eilbedürftig) und der andere in der Kategorie H3 (d.h. Hilfeleistungseinsatz eilbedürftig mit Menschenrettung). Das wir im letzten Jahr „nur“ 2 Einsätze hatten, ist als äußerst positiv zu werten – denn je weniger Einsätze wir haben umso weniger Schäden liegen vor.

Gleich zu Anfang des Jahres am 01.02.2008 stand eine gemeinschaftliche Funkübung mit den Feuerwehren Wengenroth, Westerburg und Gershasen ausgehend von einem Übungszenario eines Großbrandes in der Tiergartenpassage der Firma Koch in Westerburg auf dem Programm. Im Vorfeld wurde allen interessierten die automatische Brandmeldezentrale der Tiergartenpassage Koch gezeigt und kurz erläutert bevor dann die eigentliche Funkübung abgehalten wurde. Hier auch noch mal ein Dankeschön an die Feuerwehr Wengenroth hinsichtlich der Ausarbeitung der Funkübung.

Unseren ersten Einsatz hatten wir am Sonntag den 06.04.2008. Eine Ölspur zog sich an diesem Tag durch die Brückenstraße. Nachdem die Polizei vor Ort die Situation begutachtete und auch der Verursacher festzustellen war, da das betreffende Fahrzeug vom Fahrer Ortsausgang in einem Feldweg abgestellt wurde, alarmierte die Polizei gegen 10.00 Uhr über die Leitstelle Montabaur die Feuerwehren Willmenrod und Westerburg zum abstreuen der Ölspur. Der Einsatz war gegen 10.45 Uhr beendet. Zwei Tage später am Dienstag den 08.04.2008 führten wir dann noch die restlichen Säuberungsarbeiten durch, hier galt es das kontaminierte Ölbindemittel zusammen zu kehren, aufzunehmen und anschließend die Straße abzuspritzen.

Hier möchte ich noch anmerken, dass es in Sachen Ölspur mittlerweile entsprechende Anweisungen bzw. Urteile gibt (hierzu konnte man auch vor einiger Zeit einen entsprechenden Artikel in der Presse lesen), so dass wir als Feuerwehr bei „Ölspuren“ zukünftig bei einer Alarmierung als erste Maßnahme zur Gefahrenabwehr den Verkehr durch Warnschilder bzw. unsere Anwesenheit warnen und als zweite Maßnahme wie bisher auch im Bedarfsfall Bindemittel aufbringen, da eine Ölspur neben einer Umweltschädigung auch eine immens große Rutschgefahr für PKW- und Motorradfahrer darstellt. Das spätere reinigen der Straße (d.h. aufnehmen des kontaminierten Ölbindemittels, säubern der Straße sowie die anschließende Freigabe der Straße) ist Aufgabe des Straßenbaulastträgers (dieser wird von uns verständigt) und somit ist das ganze dann nicht mehr Aufgabe der Feuerwehr. Außerhalb geschlossener Ortschaften ist dies wie bisher auch weiterhin die Straßenmeisterei und innerhalb geschlossener Ortschaften die jeweilige Gemeinde bzw. Stadt. Sollten wir somit wieder einmal zu einer Ölspur gerufen werden, so tun wir selbstverständlich die uns durch die Alarmierung übertragene Pflicht, jedoch in Sachen Reinigung (sollte dieses dann später nicht zeitnah geschehen) bitte zukünftig direkt an den entsprechenden Straßenbaulastträger wenden.

Am Freitag den 06.06.2008 fand dann eine Gemeinschaftsübung mit unseren Kameraden aus Berzhahn statt. Die Übung die in Berzhahn am Tiefgang stattfand, wurde von einem Mitarbeiter des Roten Kreuzes geplant und sowohl die Feuerwehr Berzhahn als auch wir wussten im Vorfeld nichts über das geplante Übungszenario. Hier ging es ausschließlich um das suchen vermisster Personen, die entsprechende Erste Hilfe sowie den schonenden Abtransport der verletzten Personen. Besonders der Abtransport hatte es in sich, hier floss der Schweiß bei sehr warmer Witterung und entsprechend unwegsamen Gelände am Tiefgang bei fast allen in strömen. Zum Abschluss fand dann noch eine kurze Nachbesprechung mit kühlen Getränken im Gerätehaus in Berzhahn statt. Hier noch mal ein Danke schön an Uli Preis die zum einen als rasender Reporter entsprechende Fotos von der Übung machte und zum anderen im Anschluss an die Übung kurz nach Hause fuhr, den Kleiderschrank ausräumte und uns mehrere T-Shirts und Sweatshirts von Roland zur Verfügung stellte, da unsere wie gesagt total durchgeschwitzt waren.

Am Freitag den 31.10.2008 fand dann Aufgrund einer Einladung der Feuerwehr Wilsenroth eine Gemeinschaftsübung mit den Feuerwehren Wilsenroth, Berzhahn und Willmenrod statt. Im Vorfeld wurde das entsprechende Übungszenario bei einer kurzen Besprechung festgelegt um dann das Zusammenspiel der einzelnen Feuerwehren auch über die Landesgrenze nach Hessen hinweg zu üben. Zwar werden wir im Regelfalle bei einem Einsatz im benachbarten Bundesland Hessen nicht herangezogen, jedoch gelöscht wird dort genauso wie hier. Des Weiteren ging es auch darum die guten Nachbarschaftlichen Beziehungen die über die Jahre hinweg ein wenig eingeschlafen sind, wieder zu neuem Leben zu erwecken. Diese Gemeinschaftsübung hat auf jeden Fall ein wenig dazu beigetragen.

Am Freitag den 14.11.2008 übernahmen wir wieder die Absicherung des Martinszuges sowie das beaufsichtigen beim abbrennen des Martinsfeuers.

Unseren zweiten Einsatz hatten wir am Freitag den 19.12.2008. Hier wurden wir zusammen mit den Feuerwehren Berzhahn und Westerburg zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person von der Rettungsleitstelle Montabaur alarmiert.

Als erste Maßnahme sperrten wir die Straße in Richtung Berzhahn ab und standen dann zur Unterstützung der Feuerwehr Westerburg sowie des Rettungsdienstes zur Verfügung. Aufgrund der ausreichenden Anzahl an Einsatzkräften beschränkten wir uns auf die Straßensperrung und Absicherung der Einsatzstelle. Eine der beiden Verletzten konnte sich ohne fremde Hilfe befreien und wurde direkt vom Rettungsdienst in Empfang genommen, die andere Person war eingeklemmt und musste mit Rettungsschere und Spreizer befreit werden. Nachdem die verletzte Person befreit und dem Rettungsdienst übergeben wurde, hielten wir die Straßensperrung weiterhin aufrecht bis der Abschleppdienst eintraf um das Fahrzeug zu bergen und beendeten den Einsatz anschließend gegen 23.20 Uhr.

Die Einsatzkleidung unserer Aktiven Mannschaft (ein sehr wichtiger Punkt) wurde auch im vergangenen Jahr Zug um Zug erweitert bzw. erneuert (Neuanschaffungen von Feuerwehrschutzhandschuhen sowie Feuerwehreinsatzhosen standen ebenso auf dem Programm wie die komplette Neueinkleidung unserer Neuzugänge). Auch hier werden wir in Zukunft weiter daran arbeiten, trotz der teilweise sehr Kostenintensiven Anschaffungen. Hier zu sparen, wäre absolut fehl am Platz, denn es geht um den Schutz und die Gesundheit der Mannschaft. Zwar laufen gesonderte Beschaffungsanträge über den Beschaffungsausschuss der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Westerburg, jedoch wie sich jeder denken kann, mahlen die Mühlen der Verwaltung bei gleichzeitig leeren öffentlichen Kassen noch langsamer als sonst.

Im vergangenen Jahr konnten wir auch zwei junge Damen (Jessica und Janine) aus den Reihen der Jugendfeuerwehr in den Aktiven Dienst übernehmen. Dieses freut mich als Wehrführer natürlich besonders und zeugt von einer hervorragenden Arbeit unseres Jugendwartes Markus in der Jugendfeuerwehr. Denn nur wenn die Jugendlichen Spaß an bzw. in der Jugendfeuerwehr haben, nur dann sind sie auch bereit mit erreichen des 16 Lebensjahres der Aktivenabteilung beizutreten.

Weiterbildung ist immer ein wichtiges Thema und so besuchte im vergangenen Jahr unsere Kameradin Jessica den Grundausbildungslehrgang (ehemals Truppmannlehrgang) in Westerburg. An dieser Stelle ein Dankeschön von mir an Jessica die hier Ihre Freizeit für den Lehrgang geopfert hat, denn gerade dieser Grundausbildungslehrgang geht über insgesamt 7 Wochenenden (jeweils Freitag abends und Samstags tagsüber) und setzt sich aus 5 Wochenenden feuerwehrtechnische Ausbildung sowie 2 Wochenenden Erste Hilfe Lehrgang beim Roten Kreuz zusammen. Gerade in Hinblick auf die Lehrgänge die jährlich stattfinden, möchte ich mal ausdrücklich betonen, dass der Besuch von solchen Lehrgängen nichts, aber auch gar nichts von seiner Popularität verloren hat, denn alleine für dieses Jahr sind seitens der Feuerwehr Willmenrod insgesamt 7 Aktive Kameradinnen bzw. Kameraden für 4 verschiedene Lehrgänge gemeldet, die sich hier für die Feuerwehr einbringen und ihre Freizeit neben dem „normalen“ Feuerwehrdienst zusätzlich opfern.

Im letzten Jahr wurde zusätzlich zu den angesprochenen Lehrgängen als Neuerung ein Seminar „Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei der Feuerwehr“ vom Kreisfeuerwehrverband Westerwald angeboten. Die Seminare sollen in diesem Jahr mit verschiedenen Themen weiter ausgebaut werden. Welche Themen hier in 2009 behandelt werden, stehen noch nicht fest, jedoch kann ich die Teilnahme nur empfehlen, da ich das angebotene Seminar des letzten Jahres besuchen konnte und dieses sehr lehrreich war. Zusätzlich standen für mich im letzten Jahr noch Wehrführer-Dienstversammlungen auf Verbandsgemeinde- und Kreisebene auf dem Programm.

Für unsere Alterskameraden wurde im letzten Jahr wieder ein Alterskameradentreffen durchgeführt. Dieses fand am 29. November 2008 in Langenhahn statt und wurde von den Kameraden der Feuerwehr Hintermühlen ausgerichtet. Dieses Alterskameradentreffen ist mittlerweile schon zu einer traditionellen jährlichen Veranstaltung der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Westerburg geworden. Auch seitens unserer Alterskameraden erfreut sich diese Veranstaltung großer Beliebtheit und wird seit Jahren regelmäßig besucht. Leider war es letztes Jahr aus krankheitsbedingten Gründen eine sehr kleine Truppe unserer Alterskameraden, die die Veranstaltung besuchte. In diesem Sinne möchte ich bereits heute daraufhin weisen, dass voraussichtlich – steht jedoch noch nicht hundertprozentig fest, das diesjährige Alterskameradentreffen bei uns hier in Willmenrod stattfindet und somit die Feuerwehr Willmenrod für die Ausrichtung zuständig wäre. Da auch hier wie bei allen Veranstaltungen immer helfende Hände benötigt werden, so auch dieses Mal schon heute im Vorfeld meine bitte, uns, sprich die Aktiven, im Bedarfsfall bei den Vorbereitungen bzw. bei der Durchführung dieser Veranstaltung tatkräftig zu unterstützen.

Bevor ich nun zum Ende meines Jahresberichtes komme, möchte ich nochmals ausdrücklich auf die Wichtigkeit der Anbringung bzw. Verwendung von Rauchmelder hinweisen. In diesem Zusammenhang auch ein Dankeschön an unseren Webmaster Klaus Kreul, auf dessen Initiative die Aktion „Rauchmelder“ auf unserer Homepage im vergangenen Halbjahr ins Leben gerufen und durchgeführt wurde. Hier bekamen die Personen, die im letzten Halbjahr neues Vereinsmitglied wurden einen Rauchmelder geschenkt. Hier noch mal der Hinweis auf die gesetzlichen Vorschriften in Rheinland-Pfalz in Sachen Rauchmelder – Für Neubauten besteht seit 2005 gesetzliche Rauchmelderpflicht und für Altbauten sprich bestehende Wohngebäude und Wohnungen die vor 2005 gebaut wurden, greift die gesetzliche Rauchmelderpflicht ab dem Jahre 2012 – bitte daran denken. Selbstverständlich wurde auch im letzten Jahr die Wartung der von der Feuerwehr Willmenrod gestifteten Rauchmelder im Kindergarten kostenfrei von uns durchgeführt.

Zum Abschluss meines Bereichtes möchte ich nochmals ausdrücklich die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Kameraden aus Berzhahn und Westerburg hervorheben. Ein weiteres Dankeschön an alle Aktiven Kameradinnen und Kameraden und ganz speziell bei den Kameradinnen und Kameraden, die neben dem normalen Feuerwehrdienst zusätzliche Aufgaben immer gerne mit übernehmen.

Dies war mein Bericht der Aktivenabteilung für das Jahr 2008.