Liebe Feuerwehrkameraden, verehrte Damen und Herren.

Zuererst muss ich unseren 1. Vorsitzenden, Axel Schmidt für sein heutiges Fehlen entschuldigen. Nach einer Knieoperation Ende November ist er noch arbeitsunfähig und kann demzufolge zur heutigen Jahreshauptversammlung nicht erscheinen.
Weiterhin muss ich leider auch seinen Stellvertreter, Roland Preis entschuldigen, dem es ähnlich geht –nur das es bei ihm das andere Bein – getroffen hat.

Ich hoffe dass ihr alle gut ins neue Jahr gekommen seid und dass die Auswirkungen der allgegenwärtigen Finanzkrise bei uns nicht so schwerwiegend sein werden, wie man tagtäglich hört. Wir sollten uns auch von viel überflüssigem Geschwätz und Panikmacherei nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern optimistisch in die Zukunft schauen.

Dass wir dies vonseiten der Feuerwehr tun können, ist zum Großteil dem vielfältigen Engagement unserer Mitglieder zu verdanken.

Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang Frank Jung als Wehrführer der aktiven Wehr und Markus Preis als Jugendfeuerwehrwart und stellvertretenden Wehrführer erwähnen, die um es mal salopp zu sagen, dafür sorgen, dass „der Laden läuft“.

Aber erst mal der Reihe nach:

Nach einem Beschluss in der letztjährigen Jahreshauptversammlung haben wir anstatt des bislang durchgeführten mehrtägigen Ausfluges eine Tagesfahrt für alle Feuerwehrmitglieder durchgeführt.
Der Ausflug führte uns am 12. April nach Fulda in das dortige Feuerwehrmuseum, wo wir eine fachkundige Führung durch die größtenteils historische Ausstellung hatten. Danach besuchten wir die Innenstadt von Fulda. Zum geselligen Abschluss führte uns der Weg in die Brauereigaststätte Obermühle nach Braunfels. Nach der Einnahme eines schmackhaften Essens und den üblichen Getränken erfolgte die Heimfahrt, die manche von uns auch noch an Mannis Theke führte, wo der gelungene Tag zum Abschluss gebracht wurde.

Es galt dann die Kräfte zu sammeln, um unsere große Herausforderung zu bestehen – die Kirmes in Willmenrod.

Bereits kurz nach der letztjährigen Jahreshauptversammlung hatten wir die notwendigen Programmpunkte vereinbart und die entsprechenden Verträge geschlossen. Hier griffen wir auf die in der Vergangenheit bewährten Akteure zurück, da wir nicht gewillt waren Experimente einzugehen. So müssen denn bereits – ohne einen Euro eingenommen zu haben – im Vorfeld Verträge von fast 3000,- € geschlossen werden.

In der Planung für das Theken- und Reinigungspersonal haben wir im letzten Jahr leider feststellen müssen, dass unsere Personaldecke immer dünner wird. Dies führte dann sogar dazu, dass einzelne Vorstandmitglieder an allen drei Kirmestagen eingesetzt waren.

Weiterhin ist ein drastischer Schwund beim Reinigungspersonal festzustellen. Dies ist auch kein Wunder. Unsere bewährten Kräfte aus früheren Tagen werden auch älter und können oftmals diese Arbeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verrichten.

Hier macht sich auch das Fehlen einer gesamten Generation von Feuerwehrangehörigen aus den Geburtsjahrgängen von 1940 bis 1960 bemerkbar.

Die historischen Gründe können wir nicht mehr verändern – wir müssen damit leben und auskommen.

So stellt sich dann auch für uns die Frage: „Was geschieht mit der Kirmes!“

Wir haben definitiv nicht mehr genügend Mitglieder, die in der Lage und willens sind, den Theken- und Helferdienst zu versehen.

Seitens des Vorstandes haben wir bereits einige Denkmodelle durchgespielt – der große Wurf, der alle Probleme beseitigt, ist uns dabei aber noch nicht gelungen.

Desweiteren haben wir bei der Kirmes leider feststellen müssen, dass wir an allen drei Tagen randalierende Kirmesbesucher – auch aus dem eigenen Dorf – hatten, die beruhigt und gebändigt werden mussten. Da wir in der Pflicht stehen, als Veranstalter einen Ordnungsdienst bereitzustellen, können wir uns auch in dieser Hinsicht nicht aus der Verantwortung nehmen. Der Ordnungsdienst wurde demzufolge immer von der Thekenbesatzung versehen, was dazu führte, dass diese Helfer immer gefordert waren, wenn es nötig wurde. Das Risiko dabei aber auch einen körperlichen Schaden zu erleiden, halte ich persönlich für zu hoch, als dass ich da beruhigt drüber wegsehen kann.

Eines steht fest: In der derzeitigen Variante können wir eine Kirmes im Jahr 2010 nicht mehr veranstalten.

Für Anregungen und Vorschläge sind wir grundsätzlich offen. Ein finanzielles Risiko wollen wir aber dabei nicht eingehen.

Das Beispiel der Feuerwehr Fussingen, die im letzten Jahr anlässlich ihres Jubiläums einen Schlagerabend mit diversen Altstars in einem riesigen Zelt veranstaltete und dabei ein Minus von mehr als 20.000,- € einfuhr, ist uns dafür Warnung genug.

In der zeitlichen Abfolge bestand dann die Verpflichtung unsererseits das Lindenfest zu veranstalten, was wie im Vorjahr auch am Feuerwehrgerätehaus stattfand.

Um neue Feuerwehrmitglieder nicht zu enttäuschen, die für ihre Hochzeit gleichzeitig das Feuerwehrzelt ausleihen wollten, mussten wir hier neue Wege beschreiten.

Dank der guten Beziehungen unseres Feuerwehrkameraden Norbert kamen wir auf diesem Weg in den Genuss von zwei Zelten des DRK Westerburg, die dann auch bei dem Gottesdienst am Sonntag im strömenden Regen wertvolle Dienste leisteten.

Dafür noch mal Vielen Dank an das DRK in Westerburg.

Ein Teil des Dankeschöns an die Helfer ist auch das Grillfest.

Erforderlich für ein erfolgreiches Gelingen ist dafür aber auch immer wieder die Bereitschaft an dem Tag selbst oder an den Vorbereitungen mitzuhelfen. Deshalb ist es mir ein Anliegen mich dafür zu bedanken, dass Vereinsmitglieder einen Salat zubereiteten, einen Kuchen gebacken oder sich in sonstiger Art und Weise eingebracht haben.

Zum Schluss noch ein Wort des Dankes an meine Vorstandskollegen für ihre Bereitschaft zum Wohl des Vereins Verantwortung zu übernehmen.

Ein weiterer Dank gilt Thomas und Klaus Kreul für eine stets aktuelle, informative und sicher zeitintensive Betreuung der Internetseite.

Einen ganz besonderen Dank gilt Frank Jung und Markus Preis. Eine Freiwillige Feuerwehr Willmenrod ohne diese beiden ist nicht vorstellbar. Frank und Markus haben die aktive Truppe trotz aller Personalprobleme zu einer sehr gut ausgebildeten und harmonischen Kameradschaft geführt und sind bei ihren Leuten in höchstem Maße anerkannt.

Die Leistung von Markus als Jugendfeuerwehrwart kann nicht genug gewürdigt werden. Zusammen mit Andrea und dem einen oder anderen Feuerwehrkameraden aus der aktiven Truppe hat er mit seiner Jugendfeuerwehr einen hervorragenden Leistungsstand erreicht, wobei der Spaß und die Freude nicht vergessen werden. Im Zusammenspiel mit den Jugendfeuerwehrmitgliedern aus Berzhahn wird bereits hier eine partnerschaftliche Zusammenarbeit gepflegt, die sich dann auch glücklicherweise im Bereich der aktiven Wehr auf äußerst harmonische Art und Weise fortsetzt.

Lieber Frank und lieber Markus – dafür vielen Dank !

Zum Schluss wünsche ich der Versammlung noch einen guten Verlauf und euch allen alles Gute im Jahr 2009.