Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Mitglieder !!

Zu Beginn meines Berichtes ganz kurz etwas zur allgemeinen Statistik des zurückliegenden Jahres 2011. Zurzeit haben wir 19 Aktive (hiervon 5 Kameradinnen) in unseren Reihen. Es fanden insgesamt 12 Übungen statt hiervon einen Gemeinschaftsfunkübung mit den Kameraden aus Wengenroth und Gershasen und zusätzlich ein Gemeinschaftsübung mit den Kameraden aus Berzhahn und Wilsenroth. Sowie diverse Termine hinsichtlich Wartung und Pflege der Gerätschaften. Wir hatten insgesamt 6 Einsätze in 2011, davon 2 Hilfeleistungs- und 4 Brandeinsätze.

Unseren ersten Einsatz hatten wir bereits am Donnerstag den 13.01.2011. Wir wurden wir von der Feuerwehr Westerburg zur Unterstützung (Hochwassereinsatz in Westerburg oberhalb des THW) gegen 20.35 Uhr alarmiert. Hier reihten wir uns neben die bereits vor Ort befindlichen Feuerwehren ein, um das Wasser welches ständig in den Rückhaltebereich oberhalb des THW floss abzupumpen um ein weiteres Überlaufen, da der Ablauf die enormen Wassermassen nicht packte, zu verhindern. Die Unterkunft des THW war bereits durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen - Das THW selbst war unter anderem bereits an diesem Tage zu mehren Hochwassereinsätze unterwegs. Nachdem das Wasser soweit abgepumpt wurde und auch der Regen ein klein wenig nachließ konnten wir den Einsatz dann um 0.25 Uhr beenden und die Einsatzstelle verlassen. Kurze Zeit später stieg das Wasser wieder an, konnte aber in diesem Falle vom THW in eigener Regie abgeleitet bzw. abgepumpt werden. An diesem Einsatz waren neben dem THW und der Feuerwehr Westerburg noch weitere insgesamt 11 umliegende Feuerwehren der Verbandsgemeinde im Einsatz.

Dass wir immer gewappnet sein müssen, denn die Einsätze fragen weder nach Zeit noch Umstand, dieses spürten wir dann deutlich bei unserem zweiten Einsatz am Sonntag den 13.02.2011, sozusagen fast direkt im Anschluss an unsere letzte Jahreshauptversammlung. Hier wurden wir von der Leitstelle Montabaur in der Nacht gegen 02.15 Uhr zu einer verqualmten Wohnung Auf der Bach 22 alarmiert. Die Bewohner wurden durch den Rauchmelder geweckt. Grund war hier, dass sich beim Kachelofen die das Abzugsrohr etwas löste und der Qualm dann in die Wohnung drang und der Rauchmelder Alarm schlug. Nachdem wir vor Ort waren, wurde die Wohnung gelüftet, die Glut und das brennbare Material aus dem Kachelofen ausgeräumt und in einem Blecheimer ins Freie gebracht und dort mit der Kübelspritze abgelöscht. Nachdem dann die Wohnung gelüftet und soweit alles wieder in Ordnung war, beendeten wir den Einsatz gegen 02.45 Uhr. Hier sei gesagt – zum Glück gab es „Rauchmelder" in der Wohnung!!! – Diesbezüglich am Ende meines Berichtes noch mal ein gesonderter Hinweis von mir.

Am 27.05.2011 stand dann ein Ausflug der Alterskameraden der VG Westerburg zur Warsteiner Brauerei auf dem Programm. Seitens der Feuerwehr Willmenrod nahmen hier 2 Personen teil.

Am gleichen Tag am 27.05.2011 war dann unser dritter Einsatz. Hier bat uns die Polizei Westerburg um Amtshilfe. Laut Aussage eines Anwohners sollte sich in der Dachrinne des Nachbarhauses ein Tier befinden, da seit längerer Zeit schon ein piepsen zu hören war. Daraufhin rückten wir mit zwei Mann (und Unterstützung eines zufällig anwesenden hessischen Kameraden) aus und fanden dann dort vor Ort einen Steinmarder der nicht mehr so ganz fit war und übergaben ihn dann in einem Behälter an einen örtlichen Jagdaufseher. Im Anschluss informierten wir noch die Polizei über den Ablauf und beendeten den Einsatz.

Kurz darauf am 30.05.2011 folgte dann der vierte Einsatz. Hier wurden wir von der Leistelle Montabaur gegen 20.24 Uhr zu einem Waldbrand zwischen Berzhahn und Willmenrod alarmiert. Hier brannte ca. 30 – 40 m² Unterholz sowie dort gelagerter Baum- und Strauchschnitt und sonstiges Abfallholz. Aufgrund der Trockenheit bestand eine extrem große Gefahr der Brandausbreitung auf den Watzenhahn. Die beiden Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Westerburg die gemäß der Ausrückeordnung mit alarmiert wurden, übernahmen den Erstangriff und die Feuerwehr Berzhahn und wir verlegten zusätzlich eine B-Leitung vom etwas unterhalb gelegenen Fischweiher in Richtung der Einsatzstelle. Gegen 21.45 Uhr konnten wir dann die Einsatzstelle verlassen. Gut dass dieser Brand relativ schnell bemerkt wurde, wäre dieses nicht der Fall gewesen bzw. das ganze nachts passiert, dann wäre mit Sicherheit ein weit aus größerer Schadensfall eingetreten. Anlässlich dieses Einsatzes gab dann auch unsere „gute alte Pumpe" (Baujahr 1963) den Geist auf und seitdem haben wir eine Ersatzpumpe aus Westerburg im Einsatz, bis das die Anschaffung der „neuen Pumpe" über die VG bzw. das Land freigeben und vollzogen ist.

Am Freitag den 10.06.2011 kam dann der Kindergarten mit den Betreuerinnen zu Besuch ins Gerätehaus. Hier stand wieder das Thema Brandschutzerziehung auf dem Programm. Vor dem Termin wurden von mir Malbücher zu diesem Thema an den Kindergarten übergeben, hier noch mal ein Dankeschön an den Kreisfeuerwehrverband Westerwald der uns diese kostenlos zur Verfügung stellte. Nach der allgemeinen Begrüßung ging es dann in spielerischer Art und Weise rund um das Thema Feuer, Gefahren durch Feuer, Rauchmelder, absetzen eines Notrufes usw. Im Anschluss daran wurde unser Fahrzeug unter die Lupe genommen und abschließend konnte jeder noch mal sein können beim Wasser spritzen mit der Kübelspritze unter Beweis stellen. Als krönenden Abschluss gab es dann noch für jeden Gummibärchen.

Eine Gemeinschaftsübung mit den Kameraden aus Berzhahn und Wilsenroth stand am Samstag den 10.09.2011 in Wilsenroth auf dem Programm. Hier erfolgte gegen 16.40 Uhr Alarmierung. Als Übungsobjekt diente die katholische Kirche in Wilsenroth wo es als Übungszenario bei Schweißarbeiten im Kirchturm zu einem Brand mit insgesamt drei verletzten Personen kam, wobei eine Person mittels Tragetuch über die enge Wendeltreppe im Kirchturm ins Freie getragen werden musste. Unsere Aufgabe bestand zum einen darin unsere AGT Träger für den Innenangriff zur Verfügung zu stellen sowie zusammen mit der Feuerwehr Berzhahn den Aufbau einer zusätzlichen B-Leitung zur Wasserversorgung vor Ort durchzuführen. Natürlich durfte auch der kameradschaftliche Teil nicht zu kurz kommen und so fand dann im Anschluss an die Übung im Gerätehaus in Wilsenroth noch die Nachbesprechung sowie die sogenannte „dritte Halbzeit" statt.

Zum fünften Einsatz wurden wir am Samstag den 24.09.2011 gegen 22.55 Uhr gerufen. Die Meldung lautete brennender PKW nach Verkehrsunfall zwischen Willmenrod und Berzhahn. Hier kam ein mit einer Person besetzter PKW von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Gott sei Dank konnte sich der Fahrer selbst befreien und hatte soweit keine äußeren Verletzungen. Da der PKW im vorderen Bereich brannte, wurde von uns als Erstmaßnahme ein Feuerlöscher eingesetzt. Nachdem das TLF aus Westerburg vor Ort war, konnte der Brand dann komplett gelöscht werden. Nachdem das Fahrzeug vom Abschleppdienst aufgenommen wurde, konnten wir die Straße wieder frei geben und den Einsatz beenden.

Leider fand im letzten Jahr kein Treffen der Alterskameraden in der VG Westerburg statt, da sich im letzten Jahr leider kein Ausrichter fand. In diesem Jahr wird es aber so wie es aussieht, wieder ein Treffen geben, denn die Feuerwehr Girkenroth hat sich dazu bereit erklärt diese 2012 auszurichten.

Im September fand dann seitens der Verbandsgemeinde Westerburg die jährliche Veranstaltung für die Verleihung der Ehrenzeichen auf dem Programm. Hier erhielten von der Feuerwehr Willmenrod Norbert Loos das Silberne Ehrenzeichen für 25 aktive Dienstjahre und Axel Schmidt das Goldene Ehrenzeichen für 35 aktive Dienstjahre.

Der Martinszug stand dann am 12.11.2011 wieder auf dem Programm und wie jedes Jahr übernahmen wir auch diesmal wieder die Absicherung des Martinszuges sowie das beaufsichtigen beim abbrennen des Martinsfeuers.

Unser sechster Einsatz war dann am 12.12.2011 gegen 02.29 Uhr. Mülltonnenbrand lautete die Meldung der Leitstelle Montabaur und so rückten wir zur Einsatzstelle „Auf der Bach 36" aus. Hier brannte noch der Rest von insgesamt 4 Mülltonnen die komplett niedergebrannt waren, sowie Teile des Holzzaunes der um den Mülltonnenplatz aufgestellt war. Der vorgefundene Brandherd wurde von uns mittels Kübelspritze gelöscht, die wir mehrfach an einem unmittelbar befindlichen Wassergraben auffüllen konnten. In starke Mitleidenschaft gezogen wurden auch weitere 4 Mülltonnen die dem Brandherd gegenüber standen.

Im vergangenen Jahr wurden auch wieder verschiedene Anschaffungen in Bezug auf Einsatzuniformen und Dienstuniformen sowie zusätzliche Ausrüstungsgegenstände getätigt, die nicht über die Verbandsgemeinde beschafft wurden.

Des weiteren wurden auch verschiedene Weiterbildungslehrgänge erfolgreich absolviert, so besuchten Jessica Preis, Janine Gläser und Stefan Frankenbach den Truppführerlehrgang, Thomas Kreul und Dirk Olberts den Motorkettensägenlehrgang, mein Stellvertreter Markus Preis den zweiwöchigen Vollzeitlehrgang zum Gruppenführer an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz und zu guter letzt besuchte Janine Gläser auch an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz den Lehrgang „Einsatznachsorge". An dieser Stelle nochmals ein ganz besonderes Dankeschön von mir an alle Lehrgangsteilnehmerinnen und Teilnehmer.

Selbstverständlich darf auch die Pflege der Kameradschaft zu den benachbarten Feuerwehren nicht zu kurz kommen. So standen für die Aktiven im vergangenen Jahr nicht nur offizielle Termine auf dem Programm, sondern auch der Besuch von Vereinsveranstaltungen bei unseren benachbarten Feuerwehren und Vereinen, wie Schlachtfest in Sainscheid, Ostereierschießen Schützenverein in Westerburg, Wettschießen Schützenverein in Thalheim, Floriansparty in Westerburg, Hydrantenkirmes in Wilsenroth, Heckenfest in Berzhahn sowie der Besuch der Kirmes in Weltersburg und Wengenroth.

In Sachen „neues Fahrzeug" gibt es zurzeit noch keine weiteren Neuigkeiten. Die Gelder bzw. der Zuschuss ist seitens der VG beim Land beantragt aber da das Land im Moment einen „harten" Sparkurs fährt, wird sich das ganze wohl noch eine Weile hinziehen. Wenn es dann soweit ist und hier „grünes Licht" gegeben wird, dann werden wir uns auch speziell Gedanken machen, was wir zusätzlich an Gerätschaften und Ausrüstung für das neue Fahrzeug seitens des Fördervereins anschaffen bzw. in welcher Höhe wir das ganze dann finanziell unterstützen. Denn erst müssen wir wissen was alles standardmäßig rund um das Fahrzeug dabei ist und was nicht.

Ein Dank an alle Aktiven Mitglieder für Ihre Einsatzbereitschaft und speziell bei den Kameradinnen und Kameraden, die neben dem „normalen" Feuerwehrdienst zusätzliche Aufgaben und Arbeiten immer gerne mit übernehmen. Ein besonderer Dank gilt meinem Stellvertreter und Jugendwart Markus Preis mit seinen Betreuerinnen für die Hervorragende Arbeit rund um die Jugendfeuerwehr.

Wie am Anfang bereits angesprochen, möchte ich zum Schluss meines Bereichtes, wie die letzten Jahre auch einen weiteren Appell in Sachen „Rauchmelder" starten. Bitte gebt dieses auch an Eure Freunde, Verwandte und Bekannte weiter. Die Übergangsfrist hinsichtlich des Nachrüstens von Rauchmelder in Wohnungen läuft nur noch bis Juli 2012. Danach besteht in Rheinland-Pfalz eine gesetzliche Rauchmelderpflicht. Also wer bis heute noch keine Rauchmelder hat – bitte unbedingt besorgen, denn abgesehen davon, dass es hier mit der Versicherung zu Problemen kommen kann, wenn etwas passiert, dann ist es meistens schon zu spät – denn Rauchmelder retten Leben!!!

Dies war mein Bericht der Aktivenabteilung für das Jahr 2011.