Wie Ihr sicher alle wisst, ist mit dem vergangenen Jahr ein sehr anstrengendes, ereignisreiches aber auch erfolgreiches Jahr für unseren Ort und unseren Verein zu Ende gegangen. Viele Erinnerungen werden bleiben, die ich hier aus Sicht unseres Fördervereines Revue passieren lassen möchte.

Das Jahr 2012 begann eindrucksvoll an unserem Gerätehaus, welches wir gerne für die Silvesterfeier zur Verfügung stellten, mit der wir das neue Jahr – das Jubiläumsjahr unseres Dorfes - begannen.
Gemeinsam mit vielen Freunden starteten die Willmenröder also bei einem großen Feuerwerk in das Festjahr. Hierzu hatte der Verschönerungsverein eingeladen. Schade, dass das Wetter nicht so mitspielte.

Die heiße Phase hatte also begonnen, ich habe als Vorsitzender der Feuerwehr an den meisten Sitzungen des Planungsausschusses teilgenommen und mir war klar, dass uns eine Menge Arbeit ins Haus steht, von dem Hoffen auf ein finanziellen Erfolg dieser Veranstaltungsreihe ganz zu schweigen.
Doch zunächst haben wir ja noch unsere eigenen Feste auszurichten, die wir sozusagen „auf eigene Rechnung" durchführen.

Das Lindenfest:
Zwei Tage lang wurde am Wochenende des 11. und 12. August unser Lindenfest gefeiert. Am Sonntag fand nach dem Gottesdienst im Festzelt am Gerätehaus ein zünftiger Frühschoppen statt. Wie immer freuten wir uns über die zahlreichen Besucher aus den umliegenden Gemeinden und Feuerwehren, sowie natürlich auch aus Willmenrod. Und ebenso wie immer war es auch diese Jahr ein finanzieller Erfolg, unser Kassierer wird hier sicher mehr darüber berichten können.
Da unser Dorfjubiläum nun schon so Nahe lag, verzichteten wir auf die Durchführung unseres traditionellen Grillabends, da wir zum einen keinen freien Termin mehr finden konnten und die Vorbereitungen auf die 800er Feier unsere volle Aufmerksamkeit brauchten.

Ebenso sorgten wir für die nötige Verkehrssicherheit entlang der Hauptstraße bei der Kinder - Dorfralley, die am 19.August im Rahmen der 800 Jahrfeier stattfand.

Die 800 Jahrfeier
Zunächst waren wir als geladene Gäste zusammen mit den Berzhahner Kameraden bei unserem großen Festkommers anwesend und genossen den Abend, zumindest solange wir durften...
Dann endlich war es soweit, mit dem Historischen Dorftag am 09. September 2012 nahmen die Feierlichkeiten Ihren Höhepunkt. An diesem Tag haben wir zusammen mit vielen anderen Willmenröder Bürgern etwas geleistet, dass durchaus ein Lob – und sei es auch ein Eigenlob - verdient hat.
Zunächst waren wir mit vielen Händen beim Aufbau beteiligt, Zelt, Pavillons, Toilettenwagen, Tische und Bänke usw.
Unser eigentlicher Abschnitt befand sich in der Bornstraße wo wir die Bewirtung eines Festzeltes nebst Pavillon übernahmen, dieses haben wir dann auch am Sonntag geleistet.

An dem darauf folgenden Montagmorgen musste der freie Durchgangsverkehr durch Willmenrod wieder gewährleistet sein, sodass wir am schon direkt nach dem offiziellen Teil des Festes wieder mit dem Abbau des Zeltes beginnen mussten. Auch die Bierpavillons und Kühlwagen, die sich im Dorf verteilt befanden, mussten beiseite geräumt werden.
Auch hier haben wir dann bei den weiteren Aufräumarbeiten mitgeholfen.
Alles in allem kann ich - nicht ohne ein bisschen Stolz auf unseren Verein – sagen, dass, wenn immer zupackende Hände gebraucht werden, die Feuerwehr zur Stelle ist.

Für alle die es noch nicht wussten:
Wir haben, so wie andere Vereine auch, kein Geld in unsere Vereinskasse eingenommen, sondern alle Einnahmen gingen in die Kasse des Verschönerungsvereines, welcher zum Ziel hat sein Geld zur Verschönerung unseres Ortes auszugeben.
Wir haben hier unseren Beitrag zu einem Ergebnis geleistet, welches sich sehen lassen kann.
Unser Bürgermeister kann, wenn gewünscht, hierzu sicher mehr sagen.

Vereinsausflug
Am 20. Oktober 2012 organisierten wir unter dem Motto „Unterirdisch, lecker und gut!" einen Tagesausflug, der die Teilnehmer zunächst nach Oppenheim am Oberrhein führte.
Nach der Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten wie Krötenbrunnen, Katharinenkirche und Beinhaus wurde sich erst einmal beim gemeinsamen Mittagessen gestärkt. Nun ging es in das sehenswerte Oppenheimer Kellerlabyrinth, welches sich unter der Altstadt befindet. Auf wechselnden Höhenlagen verbinden unterirdische Gänge, Treppen und Räume die Häuser und Anlagen miteinander.
Wie zu erfahren war, sind im Altstadtkern, rund um das Rathaus, insgesamt rund 650 Meter Kellergänge touristisch erschlossen und weitgehend historisch erhalten.
Im Anschluss ging es mit dem Bus weiter nach Mainz wo man sich nach einem Stadtbummel im Eisgrub-Bräu zum gemeinsamen Abendessen trafen.
Leider hatte unser Mitglied Gerda Immeln hier ein bisschen Pech und stürzte so unglücklich dass Sie sich den Arm brach und die Reise mit uns nicht weiter fortsetzen konnte. Abgesehen von diesem Wermutstropfen war es ein „Alles in allem gelungener Ausflug", so zumindest die einhellige Meinung der rund 20 Teilnehmer.

Soweit der Rückblick auf das letzte Jahr, aber auch das neue Jahr 2013 hat für die Feuerwehr eine wichtige Bedeutung:
Unser neues Tragkraftspritzenfahrzeug wird bald unser derzeitiges Fahrzeug ersetzen. Die älteren unter uns können sich sicherlich noch daran erinnern als dieses im Jahr 1978 angeschafft wurde. Und die ganz alten, also so wie ich, kennen noch den Tragkraftspritzen - Anhänger den wir davor nutzten.

Nun bekommen wir also ein zeitgemäßes Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Sprinters. Eine neue Pumpe haben wir ja im letzten Jahr bereits erhalten, da die alte Pumpe das zeitliche gesegnet hat.
Wie Ihr sicher alle wisst, haben wir ja als Verein seit vielen Jahren Feste ausgerichtet um zum kulturellen Dorfleben beizutragen, aber auch um schlicht und ergreifend Geld zu haben.
Geld welches wir nun einsetzen werden um die von der Verwaltung finanzierte Standardausrüstung um zusätzliche Ausrüstung zu erweitern.
Konkret haben wir im Vorstand derzeit beschlossen zusätzliche Beleuchtungsausrüstung zu beschaffen, wir werden aber sicher noch weitere Ausrüstungsgegenstände anschaffen, welche letztendlich dazu dienen sollen, die Einsatzmöglichkeiten der Aktivenabteilung zu verbessern und somit den Brandschutz für Willmenrod zu erhöhen.

Wenn man sich eingehender mit diesem Thema beschäftigt wird man ganz schnell feststellen das Sicherheit und Schutz nicht billig sind, die Ausrüstung die wir beschaffen, soll ja schließlich den geforderten Vorschriften und Normen entsprechen. Wir diskutieren über das - was wir wofür ausgeben - im Vorstand intensiv und teils kontrovers, aber – und dafür danke ich den Vorstandsmitgliedern – immer fair und sachlich. Schließlich sind wir uns alle der Verantwortung bewusst.
Somit werden die vom Verein eingesetzten Mittel der Allgemeinheit dienen. Schlussendlich ist genau das ja auch das Ziel des Fördervereines, daher mein Dank an all diejenigen die in der Vergangenheit Ihren Beitrag dazu geleistet haben!

Danke im Namen der Feuerwehr möchte ich an dieser Stelle auch all den Spendern sagen, die mit Ihren Zuwendungen einen großen Beitrag zur Finanzierung der zusätzlichen Ausrüstung beigetragen haben.
Es wird unserem Ort zugute kommen.

Danke!